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Pflanzenöl als Alternative

Es lohnt sich nicht nur für den einzelnen Auto- und LKW-Fahrer, Pflanzenöl zu tanken. Volkswirtschaftlich ist Pflanzenöl ebenfalls hochprofitabel. Zu erwähnen ist zusätzlich der Aspekt der Versorgungssicherheit angesichts zur Neige gehender Rohstoffe sowie das Thema Umwelt.

Pflanzenöl ist ein Naturprodukt, gewonnen aus Ölpflanzen. In Deutschland wird aufgrund der agronomischen und klimatischen Bedingungen hauptsächlich Raps als Ölpflanze angebaut. Pflanzenöl unterscheidet sich vom Biodiesel dadurch, dass außer einer Pressung und einer Filtrierung keine weiteren chemischen oder physikalischen Verarbeitungsschritte nötig sind.

Pflanzenöl kann also effizienter als jeder andere regenerative Energieträger in flüssiger Form bereitgestellt werden. Dies ist wichtig, denn alle zur Zeit existierenden Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen brauchen einen flüssigen (oder gasförmigen) Kraftstoff. Aufgrund seines hohen Brennwertes eignet sich Pflanzenöl hierfür sehr gut. Die Energiedichte von rund 9,3 kWh je Liter liegt zwischen den Werten von Benzin (8,6 kWh/l) und Diesel (9,8 kWh/l). Der Anbau von 1 ha Raps ermöglicht die Gewinnung von ca. 1200-1400 l Rapsöl.

Pflanzenöl bietet Landwirten die Chance, sehr lange in der Wertschöpfungskette mit eingebunden zu sein. Damit wäre die Landwirtschaft nicht nur Rohstofflieferant, sondern partizipiert an der Wertschöpfung des Endprodukts.
Mit der Nutzung von 20% (theoret. Potenzial) der bayerischen Ackeranbaufläche für Ölpflanzen könnte der Treibstoff für
ca. 6% des Kraftstoffverbrauchs in Bayern gedeckt werden. Diese Eigenversorgung von 500.000 KFZ ersetzt Rohölimporte in Höhe von ca. 150 Mio. Euro jährlich.

Pflanzenöl verbrennt weitgehend CO2-neutral, da Pflanzen bei ihrem Wachstum die gleiche Menge CO2 aufnehmen, wie sie bei der Verbrennung abgeben. Während die industrielle Landwirtschaft enorme Mengen Erdöls benötigt (Pestizide, Kunstdünger, Transport), können Ölpflanzen auch ohne Einsatz von Chemikalien angebaut werden, die Böden behalten ihre Fruchtbarkeit.

Pflanzenöl als Kraftstoff für KFZ, LKW, Schlepper und Blockheizkraftwerke kurbelt außerdem die heimische Wirtschaft an:
Energie muss nicht mehr teuer importiert werden, sondern kann kostengünstig, effizient und dezentral von regionalen Ölmühlen hergestellt werden. Als Nebenprodukt der Herstellung von Rapsöl entsteht ein Presskuchen, der als hochwertiges Futtermittel eingesetzt und somit ebenfalls energetisch genutzt wird – anstatt Soja aus Nicht-EU-Ländern einzuführen.
Volkswirtschaftlich ein deutlicher Vorteil, da das Geld in der Region bleibt und
hier Arbeitsplätze schafft.

Es lohnt sich schon heute, mit Pflanzenöl zu fahren. Der Liter Pflanzenöl kostet heute um 0,99 €/l.

 

 

 


Schlagwörter:
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Motor, Umruestung, Umbau,
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LKW, Diesel, Traktor, Schlepper

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